Gründung der 1.Fahnenkompanie 1957

 

Neugliederung der Kompanien im Holzhäuser Schützenverein.

Unter Führung des damaligen Präsidenten Karl-Heinz Hundertmark und seiner
Vorstandsmitglieder Friedel Hundertmark, Heinz Emme, Otto Lange und
Oberst Hennefründ wurde im Jahre 1957 beschlossen, die Kompanien neu
zu ordnen

Zum damaligen Zeitpunkt trugen die meisten Schützen noch Drillichjacken,
verschiedene Hosen, Schuhe und Strümpfe; es war gerade kein schöner
Anblick, aber die Stimmung war hoch motiviert unter den Schützen.

Nun sollte der Verein auch nach außen ein anderes Bild abgeben. So lud der
Vorstand im Jahr 1957 junge Schützenbrüder zu einer Versammlung in die
Gaststätte "Vietmeyer" ein. Hier wurde der Grundstein für die 1.Fahnen -
kompanie gelegt .Der Name wurde vom Vorstand so beschlossen, weil diese
Kompanie gleich hinter der Fahne marschieren sollte.

Folgende Schützenbrüder waren an diesem Gründungsabend gekommen:
Ewald Kohrs, Herbert Dietzschold sen., Gerhard Duddek, Karl Klemme,
Heinz Mundhenk, Gottfried Schallmo, Karl-Heinz Schalk, Heinrich Greinert,
Walter Schöndorf, Hermann Machentanz, Gerhard Tannhäuser und Helmut
Mundhenk.

Unter der Leitung des Präsidenten Karl-Heinz Hundertmark wurde die Kompanie-
führung gewählt. Kompanieführer wurde Ewald Kohrs, sein Stellvertreter Herbert
Dietzschold sen.

Die Kompaniestärke sollte am Anfang nicht mehr als 25 Schützen betragen.
Diese waren dazu verpflichtet, einheitliche Kleidung zu tragen, nämlich grauen
Rock, schwarze Hose, schwarze Schuhe, weißes Hemd, grünen Binder und
weiße Handschuhe. Dazu kam ein Hirschfänger, der am Gürtel getragen wurde.
Dieser wurde nach 10 Jahren jedoch wieder abgeschafft.

Es verging noch einige Zeit, bis die 1. Fahnenkompanie in der vorgeschriebenen
Uniform auftreten konnte. Bis zum ersten Ausmarsch wurde auf dem Ott`schen
Saal Gleichschritt und Einschwenkung geübt. 1959 war es dann so weit, dass
wir zum Holzhäuser Schützenfest erstmalig in einheitlicher Uniform ausmarschierten.
Die Holzhäuser Bevölkerung jubelte der Kompanie freundlich zu.

Dann kam das Pyrmonter Schützenfest, voran die 1. Fahnenkompanie gleich
hinter der Fahne mit ihrer neuen Uniform; von der Bevölkerung und auch von
den Kurgästen gab es stürmischen Applaus. Das war sicherlich ein großer
Triumph für unseren Verein.

Die Kompanie entwickelte sich zusehends, denn viele wollten Kompaniemit-
glied werden.

Im Januar 1963 übernahm Herbert Dietzschold sen. die Kompanie, da Ewald
Kohrs eine neue Aufgabe bekam. Es sollte eine 2. Kompanie in dem gleichen
Stil entstehen; das dauerte dann allerdings noch einige Jahre.

Die Aufgabe Herbert Dietzscholds war es nun, eine feste Kompanie mit einer
guten kameradschaftlichen Gemeinschaft zu bilden. Dazu gehörte eine gute
Kompanieführung. In dieses Gremium wurden gewählt:

Kompanieführer:
Stellvertreter:
Oberfeldwebel:
Feldwebel:
Unteroffizier:
Unteroffizier:
Schriftführer:
Kassierer:
Herbert Dietzschold sen.
Jürgen Bohnert
Willi Wegener
Fritz Bertram
Heiner Rust
Fritz Schwenke
Gerhard Duddek
Gerhard Duddek

So entstand eine Kompanieführung, mit der man planen und aufbauen konnte.
Bei jeder Versammlung wurde vom Schriftführer ein Protokoll erstellt.
Außerdem wurden einige Statuten aufgestellt, die bis heute bestehen.

Es wurde ein Emblem als Ärmelabzeichen entworfen und angeschafft. Veran-
staltungen wurden geplant, wie Kartoffelbratfeste, Adventsfeiern für Er-
wachsene und Kinder, Kompaniebälle, die immer gut besucht waren und die
Verbundenheit der Mitglieder festigte.

Weiter entstand eine Kompaniekasse, in die jeder einen festen Betrag zu ent-
richten hatte, welcher bei Versammlungen oder anderen Veranstaltungen aus-
gegeben wurde. So entwickelte sich die Kompanie bis Mitte der sechziger Jahre.

Durch die Initiative unseres Präsidenten Werner Meinberg entstand die 2.
Kompanie unter der Führung des gewählten Kompanieführers Jack Peterson mit
seinem Stellvertreter Erich Homuth, mit dem sich ein gutes Verhältnis entwickelte.

Durch die zwei Kompanien, die das gleiche Auftreten hatten, wurde ein Bataillon
gegründet, mit Jürgen Bohnert an der Spitze.

Der Kompanieführer versuchte, die Kompanie kameradschaftlich zusammen zu
halten. Dies konnte er aber auch nur dadurch erreichen, wenn alle zu ihrer
Aufgabe standen.

Herbert Dietzschold sen. möchte auf diesem Wege den Mitgliedern und dem
Kompanievorstand, die ihm all´ die Jahre zur Seite standen, nochmals herzlich
danken.

Es sind: Jürgen Bohnert, Ulli Nimz, Kurt Möller, Gerhard Tannhäuser,
Siegfried Schurm und Wilfried Wysniewski.

Der Zusammenhalt war und ist die Stärke unserer Kompanie. Er ist der wich-
tigste Bestandteil zur kameradschaftlichen Einheit und Verbundenheit in der
Kompanie, die bis heute anhält.

An dieser Stelle möchten wir aber auch unsere Frauen nicht vergessen, die uns
eine "Zwei-Tage-Fahrt" ermöglichten. Diese Kompaniefahrten sind heute eine feste
Einrichtung unserer Kompanie. Gemeinsam mit unseren Frauen konnten wir schöne
Stunden auf diesen Fahrten verleben, die wohl allen in guter Erinnerung bleiben.

Im Laufe der Jahre tragen insgesamt 5 Präsidenten (Werner Meinberg, Paul
Klocke, Ekkehard Heydemann, Gerhard Duddek und Dirk Steinwedel) und 29
Könige aus der 1. Fahnenkompanie hervor. Darauf sind wir natürlich stolz,
ohne die Aktivität der anderen Kompanien schmälern zu wollen.

Nach 30 Jahren trat Herbert Dietzschold sen. als Kompanieführer mit großem
Bedauern, aber mit der Überzeugung, einen guten Nachfolger zu finden, zurück.
Durch den Verlust seiner Frau im Jahr 1986 hatte er keine Kraft mehr, dieses
Amt weiter auszuüben.

Klaus Bohnen trat die Nachfolge an, was für uns einen guten Griff bedeutete,
denn er hatte innerhalb unserer Kompanie und des Vereins schon viel geleistet.
Aus persönlichen Gründen stellte er sein Amt leider nach nur kurzer Dauer
wieder zur Verfügung.

Als neuen Kompanieführer konnten wir Ulli Nimz gewinnen, der als Diet-
zscholds langjähriger Stellvertreter große Erfahrung hatte. Leider war
auch seine Zeit begrenzt, weil er in den Vorstand des Vereins berufen
wurde, um dort als stellvertretender Präsident zu fungieren. Laut Vereins-
statut durfte er keine zwei Funktionen ausüben.

Aber in Lienhard Jacobs fanden wir wieder einen Nachfolger, und wir glaubten,
nun endlich Ruhe in unseren Reihen zu finden. Denn diese Verwirrungen inner-
halb unserer Kompanie kannten wir vorher nicht. Wie schon erwähnt, waren wir
eine feste Gemeinschaft geworden. Leider war Lienhard Jacobs in dem Glauben,
die Kompanie stehe nicht hinter ihm,- was Herbert Dietzschold bis heute nicht
versteht. So kam es zu seinem plötzlichen Rücktritt am 21. Januar 1992; Gleich-
zeitig trat auch sein Stellvertreter Günter Schallmo zurück.

Nun mußte schnell gehandelt werden, um wieder Ruhe in unsere Reihen zu
bringen. So wurde Herbet Dietzschold auf Heinz Brand aufmerksam und setzte
sich mit ihm in Verbindung. Er war bereit anzunehmen, allerdings unter der
Bedingung, dass Herbert sich als stellvertretender Kompanieführer zur Ver-
fügung stellte. Im Interesse der Kompanie nahm Herbet an, da ja kein anderer
zur Verfügung stand. Alle anderen aus der Kompanieführung waren bereit,
weiter mitzumachen: Schriftführer Karl Heinz Schmidt, Kassierer Herbert
Dietzschold jun., Oberfeldwebel Gerhard Tannhäuser und Unteroffizier
Volker Wiedbrauk.

Unter dieser Führung konnte eine positive Arbeit innerhalb der Kompanie
wieder durchgeführt werden, und wir konnten durch die intensive Arbeit
viele junge Menschen in unsere Reihen aufnehmen.

Es wurden wieder mehrere gutbesuchte Versammlungen durchgeführt.
Gleichzeitig fanden auch wieder Kompaniefahrten statt, da diese doch ein
wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Programms waren.

All diese Dinge haben dazu beigetragen, dass wir auch nach 46 Jahren immer
noch immer eine große Gemeinschaft sind.

Möge der Geist und die Kameradschaft
unserer Kompanie und unseres
Schützenvereins immer so bleiben!